Patient Screen – Präventionskampagnen direkt in der Kartei

Aufbauend auf dem aktivierten Drug Management Service (DMS) steht ab Version 69.3 "Patient Screen" als kostenfreies Analyse-Tool zur Verfügung. Es erkennt Risikopatienten in der eigenen Ordination automatisch und macht sie sichtbar – direkt im laufenden Betrieb, ohne zusätzlichen Aufwand.

  • Risikohinweise erscheinen automatisch beim Öffnen der Patientenkartei
  • Aktive Auswertungen können jederzeit direkt aus der Kartei heraus aufgerufen werden
  • Auswertungszeitraum frei einstellbar – die Darstellung passt sich dynamisch an

Voraussetzung

CGM DMS muss aktiviert sein. "Patient Screen" steht damit unmittelbar zur Verfügung. Wurde DMS deaktiviert, haben Sie eine entsprechende Sperrlizenz beantragt. Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung, um die Funktionalität kostenlos aktivieren zu lassen.

Das CGM Drug Management Service (DMS) bietet nahtlose, kostenfreie Unterstützung direkt im Arzt-Patienten-Gespräch – dank workflow-integrierter Features, praktischer Shortcuts und umfassendem Arzneimittelwissen. Ziel des DMS ist es, die Effizienz der Praxisabläufe zu steigern und gleichzeitig die Patientensicherheit zu stärken.

Zu den wichtigsten Funktionen zählen:

  • Bereitstellung von Arzneimittel-Produktblättern in verschiedenen Sprachen
  • Direkte Shortcuts zum Epidemiologischen Meldesystem
  • Praktische Textbausteine für das Arzneimittel-Bewilligungs-Service
  • Automatisierte Impfreminder und vieles mehr

Aufruf

Die Kampagnenauswahl kann im Hauptmenü unter "Patient Screen" aufgerufen werden.

Erstes Kampagnen-Beispiel: CKD Awareness

Die erste verfügbare Kampagne unterstützt bei der Früherkennung von chronischer Nierenerkrankung (CKD). Auf Basis der CKD-Leitlinie der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie analysiert das Tool den Patientenstamm der Ordination in vier Gruppen:

Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten: Beschreibt die Gesamtanzahl der Patientinnen und Patienten in der Ordination im gewählten Auswertungszeitraum.

Patientinnen und Patienten mit CKD-Risiko: Beschreibt die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit potenziellem Risiko für CKD – ohne bereits diagnostizierte CKD. Kriterien: dokumentierter Bluthochdruck, Diabetes, Adipositas oder kardiovaskuläre Vorerkrankungen.

Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf CKD: Beschreibt die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf CKD auf Basis eines oder mehrerer zutreffender Parameter – ohne bereits diagnostizierte CKD:

  • In der Patientenkartei dokumentierte Laborwerte: GFR bzw. eGFR < 60, UACR > 30
  • Die in der Vergangenheit erfasste Diagnose „Albuminurie"

Patientinnen und Patienten mit Diagnose CKD ohne SGLT2i: Beschreibt die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit bereits dokumentierter CKD-Diagnose, für die bislang keine SGLT2-Hemmer-Medikation verordnet wurde – ein möglicher Hinweis auf Optimierungspotenzial in der Therapie.

Weitere Informationen finden Sie in folgendem Dokument: Erlaeuterungen_CKDGrafik_DMS.pdf

Im Auftrag von AstraZeneca · In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie · Stand März 2026

INNOMED Setup

Der bisherige Update-Prozess, bei dem ein ZIP-Archiv ausgeliefert wird, wird ab sofort durch ein ausführbares EXE-Setup ersetzt. Ziel ist ein standardisierter, robuster und automatisierbarer Update-Mechanismus, der Ihnen den Umgang mit Updates deutlich erleichtert.

Wichtiger Hinweis zur Mindestversion:
Der neue Update-Prozess setzt voraus, dass Ihre aktuelle Softwareversion vor dem Update mindestens 69.2.10 ist. Sollten Sie eine ältere Version verwenden, ist die Nutzung des neuen EXE-Setups noch nicht möglich. In diesem Fall aktualisieren Sie bitte auf dem herkömmlichen Weg auf die jüngste Version, die Ihnen zur Verfügung gestellt wurde. Der Umstieg auf das neue Verfahren wird tranchenweise durchgeführt.

Vorteile des neuen EXE-Setups:

  1. Automatisierte Abläufe:

    • Entpacken der Update-Dateien
    • Automatisches Kopieren der Dateien in das Zielverzeichnis von INNOMED
    • Automatische Fehlerbehandlung gesperrter Dateien
    • Probeweises Starten von INNOMED nach einem erfolgreichen Update
  2. Sicherung über iSafe (optional):

    • Vor jedem Update wird eine Sicherung über iSafe angeboten, sofern iSafe aktiviert ist.
  3. Herunterfahren (optional)

    • Im Zuge des Setups haben Sie die Option, den Rechner nach erfolgreichem Update automatisch herunterzufahren.
  4. Zuverlässigkeit durch Prüfroutinen:

    • Der Update-Prozess prüft, ob INNOMED ordnungsgemäß beendet wurde, bevor das Update startet. Dies verhindert Probleme durch aktive Prozesse und stellt sicher, dass das Update reibungslos durchgeführt wird.
  5. Sicherer Rollback:

    • Im Fehlerfall wird der letzte funktionsfähige Zustand Ihrer Software wiederhergestellt, um potenzielle Störungen oder Datenverluste zu vermeiden.

Mit diesem neuen Update-Prozess profitieren Sie von einem einheitlichen, sicheren und wartbaren Ansatz, der Ihre Software stets auf dem neuesten Stand hält.

e-Impfpass: Abschließende Erweiterungen gemäß Implementierungsleitfaden 2.0

Der e-Impfpass-Implementierungsleitfaden 2.0 wird in INNOMED seit der Version 69.2 angewandt. Abschließend wurden zwei Neuerungen umgesetzt:

  • Applikationsweg/Anwendung: Bei der Dokumentation einer Impfung kann nun der Verabreichungsweg angegeben werden (z. B. intramuskulär, subkutan, oral, nasal, intradermal). Die Angabe ist verpflichtend, wenn für einen Impfstoff mehrere Applikationswege definiert sind; bei nur einem möglichen Weg ist sie optional.
  • Rolle der medizinisch verantwortlichen Person: Die Rolle (z. B. Ärztin/Arzt) ist bei jeder neuen Impfdokumentation verpflichtend anzugeben. Die Rolle wird automatisch eruiert und übermittelt, es ist keine zusätzliche Konfiguration notwendig.

Weitere Anpassungen und Korrekturen

iSafe – Datensicherung auf mehrere Ziele

Bei der Konfiguration einer doppelten Datensicherung (z. B. gleichzeitig auf NAS und externen Datenträger) wurden vereinzelt nicht alle Sicherungsziele korrekt aktualisiert. Dieses Problem wurde behoben. Beide Sicherungsziele werden nun zuverlässig mit dem aktuellen Datenstand beschrieben.

Fehlerbehebung: Hausapotheken-Abrechnung – Summierungsfehler bei Medikamenten mit 0 % MwSt.

Bei der Abrechnung von Hausapotheken-Leistungen konnte es in bestimmten Konstellationen zu einem Fehler in der Abrechnungsdatei kommen. Betroffen waren Ordinationen mit einer größeren Anzahl an Medikamenten ohne Mehrwertsteuer: Diese konnten fälschlicherweise in zwei getrennten Datensätzen ausgewiesen werden, obwohl alle Positionen desselben Steuersatzes zusammengefasst werden müssen. Die Abrechnung wird nun korrekt erstellt.

Version 69.3.1

WAHonline

Folgende Träger nehmen ab sofort am WAHonline-Verfahren teil und stehen für die elektronische Abrechnung zur Verfügung:

  • HV-Code 4A – Krankenfürsorgeanstalt für die Beamten der Landeshauptstadt Linz
  • HV-Code 4E – Krankenfürsorge für Beamte der Magistrate Steyr
  • HV-Code 4F – Krankenfürsorge für Beamte der Stadt Wels

eDialog / eConsultation

Da der eDialog patientenseitig nicht mehr verfügbar ist, wurde die Funktion „Neue Nachricht senden" in INNOMED deaktiviert.

Fehlerbehebungen

Gebührenbefreite Medikamente – Fehler bei Wiederverordnung: Wurde ein Medikament mit einem Kassenpreis unterhalb der Rezeptgebühr an einen Patienten wiederverordnet, dessen Gebührenbefreiung erst am heutigen Tag beginnt, kam es fälschlicherweise zu einer Fehlermeldung beim e-Rezept-Druck. Das Medikament wurde dabei korrekt auf die e-card geladen – nur die Verarbeitung im Hintergrund war fehlerhaft. Dieses Problem wurde behoben.

Mehrwertsteuer-Bezeichnung im Finanzjournal: Im Finanzjournal wurde nach der MwSt.-0%-Umstellung eine interne Kurzbezeichnung statt der korrekten Langbezeichnung für die Umsatzsteuer angezeigt. Die Darstellung ist nun wieder einheitlich korrekt.

Tabulator-Reihenfolge im Diagnoseeingabefeld: Das Verhalten der Tabulator-Taste im Diagnoseeingabefeld wurde auf das gewohnte Verhalten zurückgesetzt: Der Fokus springt nun wieder direkt zu den Kürzeln. Mit Umschalt+Tab gelangt man weiterhin nach links zum Datum.

Version 69.3.2

Fehlerbehebungen

Hausapotheke – Medikamente fehlten auf der Abrechnungsliste: Bei der Abrechnung von Hausapotheken-Leistungen konnten in bestimmten Konstellationen Medikamente von Kassenpatienten (z. B. ÖGK) trotz korrekter Verordnung nicht auf der Abrechnungsliste erscheinen. Betroffen waren Medikamente, die direkt mit dem Patienten verrechnet werden (P-Flag / Honorarnote). Die Ursache lag in einem zu restriktiven Kassengruppenfilter. Das Verhalten wurde korrigiert: Alle relevanten Medikamente werden nun zuverlässig zur Abrechnung vorgeschlagen.

Hausapotheke – Fehler beim Druck der Rezeptliste (REZLST): Beim Druck der Hausapotheken-Abrechnungsübersicht konnte es zu einem Fehler kommen. Betroffen war insbesondere der zweite Druckaufruf der Sammelliste (REZLST_A) sowie die fehlende Anzeige der Summenliste (REZLST_S) im Druckauswahl-Dialog. Das Problem trat vor allem in Ordinationen auf, bei denen alle Rezepte denselben Mehrwertsteuersatz aufweisen. Beide Fehler wurden behoben. Der Druck der Rezeptliste funktioniert nun wieder in allen Konstellationen korrekt.

Patient Screen – CKD Awareness Grafik: In der CKD-Awareness-Auswertung unter „Patient Screen" wurde die Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten bei Auswahl eines eingeschränkten Auswertungszeitraums (z. B. ein Jahr) zu hoch ausgewiesen. Der Datumsfilter wird nun korrekt auf alle Balken der Grafik – einschließlich der Gesamtpatientenanzahl – angewandt.

Fehlerbehebung: Suchtgiftbuch – Filterfehler und Performanceproblem: Im Suchtgiftbuch (erreichbar über Allgemein → Listen) arbeitete der Datumsfilter fallweise nicht korrekt: Wurde ein Zeitraumfilter gesetzt, wurden keine Ergebnisse angezeigt, obwohl im gewählten Zeitraum tatsächlich Suchtgiftabgaben dokumentiert waren. Zusätzlich konnte die Erstellung der Suchtgiftbuchliste in betroffenen Installationen unverhältnismäßig lange dauern. Beide Probleme wurden behoben. Der Filter liefert nun die korrekten Ergebnisse, und die Listenerstellung erfolgt wieder in gewohnter Geschwindigkeit.

Fehlerbehebung: Praxisarchiv – Doppelter Aufruf beim Öffnen der Patientenkartei: In bestimmten Konfigurationen wurde das Praxisarchiv (PA) beim Öffnen einer Patientenkartei zweifach aufgerufen, was zu einem RPC-Fehler führen konnte. Dieses Verhalten wurde korrigiert.