Als Unterstützung für die Verrechnung bietet CGM PCPO den kostenpflichtigen Verrechnungsassistenten, der mittels frei definierbarem Regelwerk Verrechnungsvorschläge unterbreitet, und auf Limitierungen von Leistungen hinweist. Diese Vorschläge werden je Ordination individuell erfasst, um entsprechend der jeweils gültigen Verträge und Limitierungen, optimale Vorschläge generieren zu können.
Der Verrechnungsassistent
Voraussetzungen
Eingetragene und gültige Lizenz "VERRECHASS", Patienten mit Krankenkassen-Versicherung (keine Privatpatienten).
Verrechnungsassistent aktivieren
Über den Verrechnungsassistenten werden bei Verlassen der Kartei Verrechnungsvorschläge angezeigt, die mittels Mausklick in die Verrechnungsdaten des Patienten übernommen werden. Auf diese Weise können Leistungen und/oder Abrechnungsdiagnosen effizient verrechnet werden, die sonst eventuell im Ordinationsalltag vergessen worden wären:
Im Beispiel wird bei Verlassen der Kartei auf eine (für ÖGK NÖ) nicht verrechnete Leistung-Ordination hingewiesen. In der Kartei kann über das Menü "Datei" und "Schema der Kartei" durch die Auswahl "Verrechnungsassistent" in den Optionsfeldern unter Patientenende der Assistent aktiviert werden.
Erfassen von Verrechnungsvorschlägen
In der Kartei über das Menü "Extras" und "Verrechnungsassistent" wird das Übersichtsfenster bereits erfasster Einträge angezeigt, Durch Klick auf das Menü "Bearbeiten" und "Erfassen" kann ein neuer Eintrag erstellt werden:
Dabei ist zunächst eine Bezeichnung und das entsprechende Fachgebiet auszuwählen. Anschließend kann mittels der Felder Abfrage und Verrechnung ein entsprechender Verrechnungsvorschlag generiert werden. Bei der Eingabe ist eine mathematisch korrekte Syntax einzuhalten, wie im folgenden Beispiel gezeigt:
Bearbeiten von Verrechnungsvorschlägen
Im Übersichtsfenster kann über das Menü "Bearbeiten" und "Ändern" ein bereits vorhandener Eintrag editiert werden. Ebenso kann dieser durch die Auswahl von "Löschen" wieder entfernt werden.
Rückschreibung des Verrechnungsassistenten
In der zentralen Rückschreibung in der Kartei über Menü "Datei" und "Schema der Kartei", und anschließenden Klick auf die Schaltfläche [Rückschreibung] können die Einstellungen für Einträge des Verrechnungsassistenten ausgewählt werden.
Der Verrechnungsassistent kann keine bereits eingetragenen Verrechnungsdaten löschen, sondern liefert stets nur Verrechnungsvorschläge, die aktiv verrechnet werden können.
Die Limitstatistik
Voraussetzungen
Eingetragene und gültige Lizenz "Limit", Patienten mit Krankenkassen-Versicherung (keine Privatpatienten).
Die Limitanzeige
Die Limitanzeige ist Teil des Verrechnungsassistenten, die es ermöglicht, zu jeder verrechenbaren Leistung eine Limitierung einzutragen. Bei einer Verrechnung so limitierter Leistungen wird das eingetragene Limit im Leistungsvergabefenster angezeigt, und für später mögliche Abfragen berücksichtigt. Diese Limits werden erst bei einem gültig eingetragenen Krankenschein eines Patienten berücksichtigt. Bei „selbstzahlenden“ Patienten kann die Limit- Statistik dementsprechend nicht verwendet werden. Die Informationen, die diese Limit-Statistik liefert, können für den Verrechnungsassistenten verwendet werden:
Im Beispiel wird auf das Limit und die bereits vergebene Anzahl einer Leistung hingewiesen.
Die Limitstatistik
Die Limitstatistik kann in der Patientenkartei über das Menü "Extras" und "Limitstatistik" geöffnet werden. Diese Übersicht ist lediglich ein allgemeines Verzeichnis der Limits. Es besteht keinerlei Zusammenhang zwischen den Limits und der Leistungsverrechnung des aktuellen Abrechnungszeitraums. Daher wird hier keinerlei Information darüber gegeben, ob ein Limit erreicht wurde oder nicht:
Excl_Kasse
Hier finden sich die Information welche Kassen von den §2 Kassen von der Limitberechnung ausgeschlossen sind.
Scheinart
Hier finden sich die Krankenscheinarten, die bei der Limitberechnung nicht berücksichtigt werden (falls das Limit nur bei bestimmten Krankenscheinarten gültig ist).
Scheingrund
Hier findet sich der Scheingrund der bei einer Limitberechnung nicht berücksichtigt wird (falls das Limit nur bei bestimmten Krankenscheinarten/Scheingründen nicht gültig ist).
Die Limitübersicht
Die Limitstatistik kann in der Patientenkartei über die Kurzwahl [Lim] (siehe "K" im Karteiabbild) geöffnet werden:
In dieser Ansicht wird der Zusammenhang zwischen Limit, den gültig eingetragenen Krankenscheinen und den verrechneten Leistungen dargestellt. Angegeben sind nur jene Limitierungen, die für die Krankenkasse des Patienten zutreffen.
Erfassen und Ändern von Limiteinträgen
Über das Menü "Bearbeiten" und "Erfassen" bzw. "Ändern" können in den beiden oben angeführten Fenstern Limits neu erstellt oder vorhandene geändert werden:
Folgende Limitierungsarten können erfasst werden:
- Limit abhängig von der Zahl der Behandlungsfälle (in % - wobei ein Patient dann als Behandlungsfall gilt, wenn ein gültiger Krankenscheineintrag für den Abrechnungszeitraum verfügbar ist)
- Limit abhängig von einer absoluten Anzahl der erbrachten Leistung
- Limit abhängig von der Häufigkeit einer anderen Leistung (in %)
Abgesehen davon können folgende Besonderheiten abgebildet bzw. berücksichtigt werden:
- „Gruppenlimits“ (mehrere Leistungen können zu einer Gruppe zusammengefasst werden)
- Es kann für ein Limit ein Gültigkeitszeitraum festgelegt werden
Im Bereich LIMIT sind Informationen wie Kasse (bei Paragraph 2 Kassen können zugeordnete Kassen ausgeschlossen werden), Fachgebiet, Anzahl der Positionen, die Positionsnummer, Ausschluss von Scheinarten vorhanden. Im Bereich LIMIT-DEFINITION wird der Zeitraum, der Typ (Prozent, absolut, in Abhängigkeit von anderer Position) und dann je nach Typ der Prozentsatz, die Leistung und die maximale Anzahl (Maximal) eingetragen.
Darstellung der Limits
Im Rahmen der Verrechnung wird die Information zum Limit (die für eine Leistung im Programm hinterlegt ist) direkt rechts unten im Leistungsverzeichnis dargestellt:
Beim Verrechnen der Leistung wird geprüft, ob das Limit erreicht ist bzw. wurde. Sobald das Limit erreicht wurde, wird der Prozentsatz im Leistungsverzeichnis in Rot dargestellt. Wenn im Rahmen der Verrechnung bei Überschreiten den Limits eine Warnung ausgegeben werden soll, muss diese Funktion eigens aktiviert werden: Öffnen des Leistungs-Fensters über die Kurzwahl [L] (siehe "K" im Karteiabbild), Klick auf Menü "Extras" und "Limit- Warnung":
Sobald das Limit erreicht wurde, wir nun darauf hingewiesen. Die Verrechnung der Leistung kann auf jedem Fall trotzdem fortgesetzt werden:










